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JobSpezial November 2008
Online-Jobbörsen in der Krise?
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| Experten über Online-Jobbörsen und die derzeitige Wirtschaftskrise |
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| alma mater hat ausgewählte Experten aus den Bereichen Job&Karriere sowie eRecruiting nach Ihrer Meinung zum Thema Online-Jobbörsen sowie dem Einfluss der gegenwärtigen Wirtschaftskrise gefragt. |
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Ladies first: Eva Zils, Autorin des führenden Blogs online-recruiting.net im Bereich des internationalen eRecruitings und Beraterin bei Aktor Interactive, einer der europaweit führenden HR-Kommunikationsagenturen rund um das E-Personalmarketing
Im Gespräch mit alma mater macht Frau Zils von Beginn an deutlich, dass die derzeitige weltweite wirtschaftliche Lage und speziell die Situation in Deutschland verschiedenen Faktoren unterliegt, die es zu berücksichtigen gilt, insbesondere seitens der Bewerber. In ihrer täglichen Arbeit berät sie unter anderem Unternehmen im Bereich Mediaplanung. Das bedeutet, dass sie diesen etwa geeignete Plätze vorschlägt, wo die Veröffentlichung offener Stellen ihrer Meinung nach sinnvoll erscheint. Doch zurzeit, so die Bloggerin aus Lyon, stellt sich eine zunehmende Zurückhaltung bei den Unternehmen jeder Größe ein. „Abwarten“, heißt die Devise. Einige ihrer Kunden zögerten, wo sie noch vor ein paar Monaten bereits Zusagen für die Listung offener Positionen gemacht hätten. |
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| Das gilt auch für die These des „antizyklischen Recruitings“. Dahinter steckt die Vermutung, dass in einer Phase, in der insbesondere die großen Unternehmen in den Branchen Automotive, Maschinenbau oder Pharma Einstellungsstopps veranlassen bzw. die Besetzung offener Positionen verschieben, vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in die „Bresche schlagen“. Platt gesagt: Die Fachkräfte, welche die Großen nicht einstellen, werden vom Mittelstand aufgefangen. „Eigentlich, so Zils, hätten Mittelständler jetzt die reelle Chance, die Lücke zu nutzen, die die Großen hinterlassen“. Doch tun sie dies nicht unbedingt, auch, weil sie in gewisser Weise von der jetzigen Situation „verunsichert“ sind. Laut der ihr vorliegenden Zahlen bestätigt sich dies für den Oktober 2008. Zugleich stellt die Expertin für eRecruiting heraus, dass das „antizyklische Recruiting“ auch von der jeweiligen Unternehmenskultur abhängig ist. Neben der notwendigen Flexibilität bei Einstellungen ist dabei auch die Jahreszeit ein wichtiger Faktor für die Besetzung von offenen Vakanzen. Ein nahezu ungeschriebenes Gesetz sei es, dass „der November kein starker Monat“ im Hinblick auf offene Positionen ist, im Gegensatz zur ersten Jahreshälfte zwischen Januar April, in welchen Online-Jobbörsen und auch andere Stellenmärkte über mehr Stellen verfügen. Diese Einschätzung von Frau Zils beruht auf den Erfahrungen bei Aktor Interactive, die nicht repräsentativ für alle Jobbörsen sein muß. |
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Fazit: Frau Zils betrachtet die Wirtschaftskrise als zunehmendes Problem, das sich schon jetzt weltweit betrachten ließe. Ein Kunde, ein ursprünglich amerikanisches Unternehmen, habe kurzfristig den Auftrag mit der Begründung zurückgenommen, dass das Headquarter in den USA dies überraschend veranlasst habe. Auch beim Nachbarn Frankreich haben Unternehmen inzwischen massive Probleme, an größeren Personalabbaumaßnahmen vorbeizukommen. Laut Zils sähe es hier sogar noch schlimmer aus, als in Deutschland und das obwohl Frankreich für seine „staatliche Industriepolitik“ bekannt ist.
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